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Der "Krieger" sagt „Au revoir“

Mi 13.07.2022
Foto: Conny Kurth
Foto: Conny Kurth

Die Wege von Samuel Tuia und den BR Volleys trennen sich in diesem Sommer. Der Außenangreifer zählte zuletzt zu den dienstältesten Spielern im orangen Trikot des Hauptstadtclubs und prägte vier Jahre lang das Gesicht der Mannschaft. Nun verlässt der 35-Jährige Berlin als dreifacher Deutscher Meister, denkt jedoch noch nicht an ein Karriereende.

Als international erfahrener und renommierter Nationalspieler kam Samuel Tuia im Jahr 2018 nach Berlin. Drei Spielzeiten lang agierte der Franzose, der im kleinen Pazifikstaat Wallis & Futuna von Sportscouts entdeckt wurde, hier unter der Anleitung seines Landsmanns Cedric Enard als Stammkraft. In dieser Zeit gewann er zweimal die Deutsche Meisterschaft (2019 und 2021) und den DVV-Pokal (2020). Mit seiner emotionalen und kämpferischen Spielweise sammelte der "Volleyball-Krieger" dabei viele Sympathien. In der letzten Saison reduzierte sich seine Einsatzzeit, doch seinen Wert für Mannschaft und Verein unterstrich Tuia spätestens im Playoff-Finale noch einmal eindrucksvoll. Als sein Team im vierten Finalduell beim VfB Friedrichshafen mit dem Rücken zur Wand stand, warf der zweifache Familienvater von der Auswechselbank kommend in Aufschlag, Block und Angriff alles rein – und das mit Erfolg. Das denkwürdige fünfte Finalmatch in Berlin wurde auch dank ihm möglich. Abschließend spielte das Kraftpaket im Volleyballtempel noch einmal groß auf und verdiente sich seinen dritten Meistertitel.

„Samu hat für uns immer sein Herz auf dem Court gelassen. Man konnte die Höhen und Tiefen bei ihm regelrecht mitfühlen, wobei am Ende fast immer ein positives Ergebnis stand. Das Saisonfinale war dafür der beste Beleg und diese mentale Stärke macht einen großen Sportsmann aus. Wir bedanken uns ganz herzlich für das Geleistete und wünschen ihm im Privaten wie Sportlichen alles Gute“, verabschiedet der Geschäftsführer Kaweh Niroomand den Vize-Europameister von 2009. Tuia wird in Kürze 36 Jahre alt, hat sich als Bar & Club-Besitzer in Cannes längst ein zweites berufliches Standbein aufgebaut, doch seine Volleyball-Karriere wird er noch ein wenig fortsetzen.

Zum Abschied sagt Tuia: „Ich möchte mich bei allen bedanken, die diese vier Jahre in Berlin für mich unvergesslich gemacht haben: Angefangen beim Trainerteam, der medizinischen Betreuung, dem Management um Kaweh und natürlich unseren Fans. Ich hatte hier die Möglichkeit, mit wirklich großartigen Teamkollegen zusammenzuspielen und besondere Titel zu gewinnen. Wo ich in der nächsten Saison spielen werde, steht noch nicht fest. Es wird aber ganz sicher weitergehen.“

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